These: Der Umgang mit der NS-Vergangenheit ist auch heute noch ein politisch-moralisches Gebot.
 
Jede Generation soll sich neu mit der Vergangenheit beschäftigen. Wichtig ist es dabei, dass Wissen vermittelt, aber auch Denkanstöße gegeben werden. So kann dafür gesorgt werden, dass die zukünftig „alte“ Generation ein Gefühl für die damalige Zeit bekommt. Wie Christa Roth weiter betont, gibt es keinen richtigen oder falschen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Das Ziel, welches allerdings erreicht werden soll, definiert Christa Roth ganz klar: Jede Generation soll nachempfinden und verstehen können, dass es nie wieder zu einer solch schlimmen Zeit kommen darf.
Schon in der Schule bekommt man in vielen Fächern, teilweise auch mehrfach, Wissen über den Nationalsozialismus vermittelt. Oft habe ich gedacht „nicht schon wieder“, aber das lag oftmals wahrscheinlich daran, dass ich keinerlei Bezug zur Vergangenheit hatte, nicht darüber nachgedacht und schon gar nicht verstanden habe, bis mir das Tagebuch der Anne Frank in die Finger fiel. Erst als ich das gelesen hatte, fiel mir auf, wie schrecklich diese Zeit doch war.
Mit dem Wissen aus der Schule und dem angesprochenen Tagebuch ist es mir recht rasch gelungen, den Nationalsozialismus sachlich zu betrachten. Insbesondere aber Erzählungen, zu denen auch das Tagebuch zählt, vermitteln das emotionale Leid.
Es ist wichtig, sich damit eingehend auseinanderzusetzen, da es nie wieder zu einer solchen Situation kommen darf. Das ist meiner Meinung nach aber nur möglich zu entscheiden, wenn man sich zuvor mit dem Thema beschäftigt hat. In welcher Art und Weise das jeder Jugendliche macht, ist allerdings nicht wichtig, solange es ausführlich und gründlich geschieht.
 
von Christina Grafe (Q1)