Unsere neue Spendenaktion

jetzt für das

Friedensdorf in Oberhausen

 

Wir sammeln bis zum Ende des Halbjahres wieder Pfandflaschen.

Der Erlös geht zu 100% an das Friedensdorf

Sammelbehälter stehen neben dem Aquarium und bei Raum 7 im Eingangsbereich zum Altbau.

50 Jahre Friedensdorf Oberhausen

Zwischen Heimweh und Hoffnung: Bis zu 150 kranke Kinder aus den Krisengebieten dieser Welt finden regelmäßig ein vorübergehendes Zuhause im Friedensdorf Oberhausen. Durchschnittlich sechs Monate bleiben die Kinder aus vielen verschiedenen Ländern dort, spielen, lernen, werden von Ärzten behandelt und können den Krieg in der Heimat eine Zeit lang vergessen, bis sie schließlich die Heimreise wieder antreten können.
 
Friedensdorf International wurde 1967 in Oberhausen gegründet, um Kindern aus Kriegsgebieten zu helfen und finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Ziel des eingetragenen Vereins ist es, Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten zu helfen.
Dies geschieht auf dreierlei Weise: Das Friedensdorf beteiligt sich zum einen an Hilfsprojekten in den betreffenden Regionen. Dort werden Krankenhäuser, weitere Friedensdörfer und andere soziale Einrichtungen geschaffen. So soll gewährleistet werden, dass diese Länder in Zukunft über genügend eigene medizinische Mittel verfügen.
Bis dahin setzt sich das Friedensdorf für die medizinische Betreuung der Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren ein, denen in ihren Heimatländern nicht geholfen werden kann. Die Kinder werden in der Regel von den Ärzten der jeweiligen Länder für eine Behandlung in Deutschland vorgeschlagen. Dafür muss gewährleistet sein, dass die Kinder nach der erfolgreichen Behandlung in Deutschland wieder zurück in ihre Familien können und diese die Hilfe des Friedensdorfes wirklich dringend benötigen. Sind diese Kriterien erfüllt, werden die Kinder nach Deutschland eingeflogen und von ehrenamtlichen Ärzten behandelt. Erst danach ziehen sie in das Friedensdorf Oberhausen ein. Die häufigsten Gründe für die Behandlung in Deutschland sind Knochenentzündungen, die häufig auf schlechte Behandlungsmöglichkeiten bei Knochenbrüchen hinweisen, Verbrennungen und Geburtsfehler.
Inzwischen holt die Organisation nach eigenen Angaben 1.500 schwerstverletzte und kranke Mädchen und Jungen nach Deutschland, damit sie hier medizinisch versorgt werden. Das sind zum Beispiel Kinder aus Afghanistan oder Angola und von überall dort, wo Krieg und Gewalt herrschen. Nach dem jeweiligen Krankenhausaufenthalt werden die Wunden der Kinder im Dorf weiter versorgt. Sie lernen das Laufen oder Greifen mit Prothesen, die Einnahme von Medikamenten und vor allem lernen sie, wie es ist ohne Angst zu spielen.
Kernstück des Friedensdorfs in Oberhausen ist der Dorfplatz. Dort spielen und toben Kinder aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten, verständigen sich mit Händen und Füßen – und haben vor allem eines: Spaß. Die Lebensfreude der Kinder sei immer wieder beeindruckend und motivierend, sagen die Unterstützer und Mitarbeiter, von denen die meisten ehrenamtlich arbeiten.
 
Im Lernhaus lernen die Kinder die deutsche Sprache, in der Werkstatt können sie basteln, ins Rehabilitationszentrum kommen sie zur Krankengymnastik. Außerdem werden dort Verbände gewechselt, Physiotherapeuten machen mit den Kindern Krankengymnastik, Ärzte untersuchen die jungen Patienten.
Jedes Kind darf bei seiner Abreise eine große Tasche mit Kleidung und Spielzeug mitnehmen. Kinder, die über ihren Aufenthalt im Friedensdorf hinaus Medikamente benötigen, bekommen diese ebenfalls gestellt – wenn es notwendig ist, über viele Jahre hinweg.
Finanziert wird das Friedensdorf über Spenden.