Physik

Ob Smartphone, Auto oder Hochhaus: In unserem Alltag sind wir ganz selbstverständlich von Dingen umgeben, die nur durch die Kenntnis und Anwendung der Naturgesetze möglich wurden. Im Physikunterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler altersgerecht mit diesen Naturgesetzen auseinander: Welchen Gesetzen folgt die Natur? Welche Bedeutung haben sie für mich und die Gesellschaft? Und woher kennt man sie eigentlich?
 
Das Kernstück des Physikunterrichts bilden deshalb die Experimente – denn was ist die schönste Theorie wert, wenn die Natur sich anders verhält? In der Jahrgangsstufe 6 stehen Schülerexperimente in den Bereichen Elektrizität, Licht, Wärme und Schall im Vordergrund: Wie fließt der elektrische Strom in einem Stromkreis? Warum sollte man mit Energie sparsam umgehen? Warum ist der „tote Winkel“ eines Autos so gefährlich?
 
In den Jahrgangsstufen 8 und 9 werden die Kompetenzen vertieft: Woraus besteht elektrischer Strom und warum fließt er? Wie funktioniert eine Brille? Zusätzliche Themengebiete in diesem Jahrgängen sind die Mechanik und die Radioaktivität: Wie gehen wir mit dem nuklearen Abfall um? Wie funktioniert ein Kraftwerk? Auch das wissenschaftliche Arbeiten wird verfeinert: Experimente werden geplant, durchgeführt, genau beobachtet und ausgewertet. Aus den Beobachtungen lassen sich verallgemeinerte Schlüsse ziehen. Zunehmend kommen auch mathematische Methoden ins Spiel, um Vorhersagen zu treffen
 
In der Oberstufe kommen die Untersuchung und Beschreibung von Kreisbewegungen und Schwingungen, aber auch Grundlagen der Quantenmechanik und der Relativitätstheorie hinzu.
 
So trägt der Physikunterricht zu einem Grundverständnis dazu bei, wie unsere Umwelt im Innersten aufgebaut ist, welchen Gesetzen sie folgt, wie die Menschheit sich diese zu Nutzen macht, aber auch welche Verantwortung der Mensch gegenüber der Natur hat. Der Physikunterricht soll den Jugendlichen helfen, die Zusammenhänge in der technischen Welt zu verstehen und sich in ihr zurecht zu finden.
 
Doch die Physik ist auch eine Schule wissenschaftlichen Denkens. Dieses Denken ist durch die fachliche Kritik der wissenschaftlichen Gemeinschaft gekennzeichnet: Behauptungen erhalten den Rang einer wissenschaftlichen Theorie nur dann, wenn sie intensiven Bemühungen der Widerlegung standgehalten haben. Diese gedankliche Genauigkeit und Idee von Wissenschaftlichkeit hilft auch in sozialen und politischen Fragen, zwischen Wünschen oder Vorurteilen und der Realität zu unterscheiden.