Broich voraus - moderner Religionsunterricht am Gymnasium Broich

Seit Beginn der Testphase zum Schuljahr 2018/19 füllt das Gymnasium Broich den Religionsunterricht im Sinne der konfessionellen Kooperation mit Leben. Unser Lehrer für evangelische Religion und Deutsch, Nils Hayn, hat sich den Fragen der evangelischen Kirche im Rheinland gestellt und ihr einen Einblick in die praktische Umsetzung gewährt. Was Kirche, Lehrer und Schüler von dem Konzept des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts und seiner Umsetzung halten, können Sie unter folgendem Link erfahren. 

https://www.ekir.de/www/service/konfessionell-kooperativer-religionsunterricht-31669.php

 

Sani-Schnupperkurs der jahrgangsübergreifenden MINT-AG

Nachdem bereits der Workshop zum Programmieren von Computerspielen mit Scratch 2.0 für die Fünftklässler ein voller Erfolg war, fand am Montagnachmittag, 27.05.19, ein Sanitäts-Schnupperkurs für die siebten Klassen statt. Erneut wurde der Workshop von Oberstufenschüler/-innen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I eigenständig geplant, organisiert und durchgeführt.
In dem rund zweistündigen Schnupperkurs  lernten die interessierten Siebtklässler/-innen unter anderem die „Paket-Regel“, das Anlegen von Druckverbänden, die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage. Neben grundlegendem Wissen zur Ersten Hilfe hatten Celine Panz und Nele Dörfel aus der EF zahlreiche praktische Übungen für die Teilnehmer/-innen vorbereitet.
Neben jeder Menge Spaß waren die Vorbereitung auf die Teilnahme an der schuleigenen Sanitäts-AG sowie der Johanniter Jugend Mülheim und natürlich das Erlangen wertvoller Punkte für das MINT-EC-Zertifikat das Ziel.
In den kommenden Wochen werden weitere Workshops z. B. mit einer Exkursion zur Ruhr im Rahmen der jahrgangsübergreifenden MINT-AG für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I angeboten. Informationen dazu erfolgen über die Klassenleitung. Wir freuen uns auf weitere interessante und spannende MINT-Projekte der `Großen´ für die `Kleinen´!

Corinna Kieren

Schülersprechstunde bei Oberbürgermeister Ulrich Scholten

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Ein Foto von Herrn Schernstein
 
Ein Bericht von Lea Jünger und Joel Weißwange
 
Am 17. November dieses Jahres besuchte der Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten unsere Schule und stellte sich den Fragen der Oberstufenschülern in einer Schülersprechstunde. 
Im Vorhinein musste noch einiges organisiert werden. Die Sozial-Wissenschafts-Kurse formulierten ihre Fragen, die anschließend kategorisiert, sortiert und ihrer Wichtigkeit aufgrund des strengen Zeitplans geordnet werden mussten.
Allgemein war das Interesse an der Veranstaltung sehr hoch, viele der Schüler waren gespannt, nicht nur ihren Oberbürgermeister hautnah zu erleben, sondern besonders zu hören, wie er sich auf ihre eigenen Fragen direkt äußerte.
Mit Neugier begrüßten wir am Freitag Herrn Scholten als Gast in unserer Aula. Der Fragenkatalog wurde innerhalb gut einer Stunde abgearbeitet. Zwischendurch konnte sogar die ein oder andere Rückfrage gestellt werden und am Ende blieb noch genügend Zeit für drei spontane Fragen der Schüler. 
Nach Ende der Veranstaltung haben wir uns als Moderatoren umgehört, wie denn die Schüler diese Fragestunde empfunden haben und was sie für Anregungen, Lob und Kritik auf dem Herzen hatten. Die Reaktionen waren relativ eindeutig: Praktisch jeder, durch die drei Stufen hinweg, fand die Veranstaltung sinnvoll und wichtig, da es sonst schwer ist, klare Antworten direkt vom Oberbürgermeister selbst zu bekommen. Auch die Fragenauswahl fiel vielen Schülern positiv auf, welche die meisten Bereiche gut abgedeckt sahen. Auch die offene Beantwortung jeder Frage durch Herrn Scholten, egal ob diese den privaten oder beruflichen Bereich betraf, kam bei den Schülern gut an.
Von Seiten der Schülerschaft gab es aber auch einige Verbesserungsvorschläge, um zukünftige Veranstaltungen noch interessanter zu gestalten. Insbesondere wünschten sich viele Schüler eine größere Menge an Fragen. Dabei wurde unteranderem vorgeschlagen, durch schnellere Wechsel von Fragen und Antworten insgesamt mehr Fragen stellen zu können und mehr Raum für Nachfragen zu schaffen. Somit soll versucht werden die Veranstaltung noch abwechslungsreicher zu gestalten.
Insgesamt war das Feedback von Schülerseite doch sehr positiv. Insbesondere die offene und freundliche Art des Oberbürgermeisters gefiel den Schülern der Oberstufe gut. Daher ist die Wiederholung einer solchen Veranstaltung zweifellos gewünscht, wobei jedoch sowohl eine Zeitbegrenzung der Antworten, als auch das Nachhaken bei Antworten besser ermöglicht werden sollte.
Insofern waren wir sehr glücklich darüber, diese Veranstaltung moderieren zu dürfen und bedanken uns für den Besuch des Oberbürgermeisters. Im Namen der Schülerschaft können wir sagen, dass Herr Scholten jederzeit wieder an unserer Schule herzlich willkommen ist.
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Ein Bericht von Frau Minka Gerent
 
„Wollten Sie schon immer Oberbürgermeister werden…?“
Mit dieser Eröffnungsfrage leiteten die rund 300 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gymnasiums Broich die vierte und damit letzte Schülersprechstunde in diesem Jahr ein. Ulrich Scholten gab diese persönliche Frage die Gelegenheit, über sein bereits in jungen Jahren vorhandenes politisches Interesse und Engagement zu sprechen, welches – auch geprägt durch Persönlichkeiten wie Willy Brandt – dazu geführt habe, dass er bereits mit 16 Jahren in die SPD eingetreten sei. Zum damaligen Zeitpunkt, so Scholten, habe er noch nicht daran gedacht, später einmal Oberbürgermeister zu werden. Nach seiner heutigen Einschätzung kämen ihm jedoch die Erfahrungen, die er insbesondere im Rahmen seines beruflichen Werdegangs habe sammeln können, bei der Ausübung dieser Funktion zugute.
Professionell durch die Veranstaltung geführt von Lea Jünger und Joel Weißwange (beide Jahrgangsstufe 12), stellte die inhaltlich gut vorbereitete Schülerschaft in der Aula des Schulzentrums Broich daran anschließend ihre Fragen zur Kommunalpolitik. Dabei interessierte die Jugendlichen auch die persönliche Verantwortung des Stadtoberhauptes in Hinblick auf wichtige Entscheidungen aus der Vergangenheit und für die Zukunft – rückblickend auf seine Tätigkeit als Personalchef des Unternehmens Salzgitter Mannesmann also ebenso wie auf das heutige Amt des Oberbürgermeisters und Chefs der Verwaltung. Neben Themen wie der Digitalisierung von Schulen, dem kommunalen Baustellenmanagement oder auch der Entwicklung der Mülheimer Innenstadt richteten die Schülerinnen und Schüler ihren Blick insbesondere auf die folgenden Fragestellungen:
 
„Was tun Sie persönlich für die Energiewende?“
lautete eine Schülerfrage bezugnehmend auf ein auf der Homepage der Stadt Mülheim veröffentlichtes Zitat Ulrich Scholtens, wonach die Gestaltung der Energiewende Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft - und „Chefsache“ sei. Neben seinem ganz persönlichen Beitrag, wie die eigene Wohnung energetisch zu ertüchtigen oder auch den Weg zur Arbeit nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Rad zu bestreiten, richtete der Oberbürgermeister den Fokus noch einmal auf die Gesamtverantwortung aller Akteure an dieser Zukunftsaufgabe. Die Stadt Mülheim sei hier u.a. mit den Wohnungsgesellschaften und Energiedienstleitern in Sachen „Wärmewende“ in einem engen Austausch. Auch auf das Angebot der MEDL, interessierten Bürgerinnen und Bürgern über ein Leasingangebot die Vorzüge von Elektrofahrzeugen näher zu bringen, machte Scholten aufmerksam und betonte, dass in der energetischen Stadtentwicklung aus seiner Sicht das Thema Elektromobilität zunehmend an Bedeutung gewinnen werde.
 
„Wie kann es gelingen, Mülheim wirtschaftlich wieder stark zu machen?“
Für die Beantwortung dieser komplexen Frage erläuterte der Oberbürgermeister zunächst, dass zwischen den sogenannten „Altschulden“ und den „Kassenkrediten“ zu unterscheiden sei. Um die Kommunalfinanzen dauerhaft zu stabilisieren, seien daher verschiedene Maßnahmen notwendig. So setze sich das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, dessen Sprecher er sei und dem sich aktuell schon 70 Städte aus acht Bundesländern angeschlossen hätten, unter anderem für die Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder ein. Die Stadt Mülheim an der Ruhr habe inzwischen die Zusage zur Teilnahme am sogenannten „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ erhalten. Die Auszahlung der Mittel (bis 2022 rund 160 Millionen Euro), stehe aber derzeit noch unter dem Vorbehalt einer abschließenden Einigung im Rat der Stadt zum Haushalt und den Sparvorschlägen durch die Gemeindeprüfungsanstalt. Für den Fall, dass keine Einigung erzielt werden könne, so Scholten, drohe der vielzitierte „Sparkommissar“, der dann ohne kommunalpolitisches Zutun über die Geschicke und Schwertpunktsetzung in Mülheim an der Ruhr entscheide.
 
„Welche Maßnahmen sind gegen die Verspätung von Bussen und Bahnen geplant?“
Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler auch an der Mülheimer Verkehrssituation und wiesen darauf hin, dass zu Stoßzeiten die durch sie genutzten Busse und Bahnen häufig überfüllt und teilweise unpünktlich seien. Ulrich Scholten verwies hierzu auf die Gründung der neuen Gesellschaft „Ruhrbahn“, die künftig als größtes Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet für mehr Mobilität und Zuverlässigkeit sorgen solle. Von der Fusion der ehemals eigenständigen Verkehrsgesellschaften „MVG“ und „EVAG“ verspreche er sich Synergieeffekte, so Scholten. Über die Taktfrequenzen – insbesondere während der besonders stark frequentierten Tageszeiten – werde derzeit noch politisch beraten.
 
Unter Applaus entließen die Schülerinnen und Schüler zum Ende der Veranstaltung „ihren“ Oberbürgermeister und bedankten sich damit ihrerseits für eine gelungene Diskussionsrunde. Ulrich Scholten zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Vielfalt der Themen und dem durch die Schülerschaft zum Ausdruck gebrachten Engagement.

Ein herzliches Willkommen, Herr Weihbischof Schepers!

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Nicht alltäglichen Besuch hatte unsere Schule am 4. Oktober 2017: Zum ersten Mal in der Schulgeschichte des Gymnasiums Broich besuchte uns ein Bischof unseres Bistums Essen. Anlässlich einer Visitation der Gemeinden des Pfarrverbundes St. Mariä Himmelfahrt ließ es sich Herr Weihbischof Ludger Schepers nicht nehmen, bei unserer Schule vorbeizuschauen.
Nach einem kleinen Imbiss - der Weihbischof war vorher schon in der Realschule Broich gewesen - kamen Kollegen/innen der katholischen und evangelischen Fachschaft und die neue stellvertretende Schulleiterin Frau Weymann miteinander ins Gespräch. Die Themenliste war erwartungsgemäß lang: Situation des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts an unserer Schule, Frage des bereits in diesem Schuljahr begonnenen konfessionsübergreifenden Religionsunterrichts in der Erprobungsstufe, Entwicklung der Schülerzahlen (Abmeldungen vom Religionsunterricht) und Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Bistum, Gemeinde und Schule.
Der Bischof bat ausdrücklich auch um ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Oberstufenkursen. Die angeregte Diskussion wurde von allen Beteiligten als offen, vorurteilsfrei und engagiert empfunden. Auf die vielen Fragen seitens der Schüler/innen (z. Bsp. nach der Homo-Ehe, dem Zölibat, moderner Gottesdienstgestaltung, heutigen Kirchenstrukturen und dem primären Auftrag der Kirche) antwortete der Bischof unbefangen, differenziert und gut nachvollziehbar für unsere Schüler/innen.
Alle Seiten waren sich einig, dass dieser Besuch eine fruchtbare, aber leider viel zu kurze Begegnung gewesen ist, denn für viele Schüler/innen war es überhaupt der erste „hautnahe“ Kontakt mit einem Bischof.
M. Strötgen, G. Hesse

Preise der Bürgerstiftung Mülheim 2017

Die Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr hat am Dienstag, dem 04. April 2017, im Haus der Wirtschaft ihre diesjährigen Preise vergeben – dies zum elften Mal. Der Stiftung liegt es daran, junge Menschen auszuzeichnen, die wegen ihrer außergewöhnlichen Leistungen in den Bereichen Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, soziales Engagement und Zivilcourage als Vorbild für andere gelten können. Die Preise in den genannten Kategorien sind mit je 3000 Euro dotiert.
Besonders erfreulich, dass zwei dieser Preise eine Schülerin und ein Schüler unserer Schule entgegennehmen durften.
Den Preis für besondere Leistungen in den Geisteswissenschaften erhielt Corinna Lüneburg (Jgst. 12). Die Jury lobte ihre hohe schulische Qualifikation sowie große Bandbreite an Fähigkeiten in diesem Bereich. Für diesen Preis in die engere Auswahl gezogen wurde auch Shi Raymond (Jgst. 10). Er erhielt eine Stiftungsurkunde.
Die Naturwissenschaft entschied Meik Hildebrandt (Jgst. 12) unter zahlreichen ausgezeichneten Bewerben für sich.
 
Das Gymnasium Broich gratuliert an dieser Stelle nochmals ganz herzlich!
 
                                                                                                                                 G. Hesse