Geschichte

Der Historiker Huizinga sagte: „Geschichte ist die geistige Form, in der sich eine Kultur über ihre Vergangenheit Rechenschaft gibt.“ 
 
Deshalb muss der Geschichtsunterricht zunächst einmal vermitteln, was im Lauf der Zeit geschehen ist, soweit unser Wissen davon reicht. In der Jahrgangsstufe 6 erfahren die Schüler/innen eine Orientierung in der Geschichte. Sie lernen die Zeitrechnung als Ordnung der Vergangenheit kennen und auch, dass die christliche Zeitrechnung nicht von allen Menschen benutzt wird. Die SchülerInnen erkennen, dass HistorikerInnen nicht nur die vielen geschichtlichen Ereignisse, Personen, Daten und Fakten in die richtige chronologische Reihenfolge bringen, sondern auch in größeren Abschnitten ,den Epochen zusammen fassen. Nach dieser Einführung in das Fach Geschichte lernen die SchülerInnen die Frühzeit des Menschen kennen, wie Hochkulturen entstanden, dass das antike Griechenland als Grundlage der europäischen Kultur anzusehen ist und das Imperium Romanum einen erheblichen Beitrag zur europäischen Zivilisation leistete. Als nächstes Thema schließt sich das Mittelalter mit seinen Lebensformen, dem Alltag der Menschen in ihrem jeweiligen religiösen Umfeld (Christen, Juden und Muslime) an. 
 
Nach einer einjährigen Pause wird in Klasse 8 der Übergang vom Spätmittelalter zur Renaissance beleuchtet. Thematisiert wird zudem Europa als Traditionsraum, d.h. in einem Längsschnitt werden die gemeinsamen europäischen Traditionen und seine Zukunftsaufgaben betrachtet. 
 
Die Entwicklung des Verfassungsstaates durch die bürgerlichen Revolutionen, die Industrialisierung Westeuropas, die Entstehung der Nationalstaaten und der Imperialismus / Kolonialismus  mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs werden danach erarbeitet. 
 
In der Jahrgangsstufe 9 sind die nationalsozialistische Diktatur, der Ost – West – Konflikt, Deutschland nach 1945 sowie die Friedenssicherung Inhalt des Geschichtsunterrichts. 
 
Neben den inhaltlichen Aspekten erlernen die SchülerInnen auch methodische Zugriffe z.B.: die Auswertung von Karten, Textquellen und Kunstwerken. Rollenspiele zur Grundherrschaft oder zur französischen Revolution und historische Projekte wie z.B. die Herstellung von Kupferschmuck, wie ihn die Menschen der Bronzezeit trugen, können ebenso wie fiktionale Texte, die fächerübergreifend mit dem Fach Deutsch behandelt werden, den Unterricht ergänzen. 
 
Der Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II nimmt die Kenntnisse und Methoden auf, die die SchülerInnen im Unterricht bereits erworben und angewandt haben. 
 
Die Arbeit an und mit historischen Quellen rückt jetzt jedoch in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens (schriftliche Quellen, Bauwerke als historische Quellen, Analyse und Interpretation von Bilddokumenten und Karten, Analyse politischer Reden, Fotografien, Film- und Tondokumenten, Karikaturen, Zeitungsartikeln und Sekundarliteratur, Statistiken und Grafiken). 
 
Thematisch umfasst das Fach Geschichte in der gymnasialen Oberstufe die Entwicklung der Menschen- und Bürgerrechte, auch als geschlechtergeschichtliche Dimension, die Zeitenwende zur Moderne und die Begegnung von Kulturen. 
 
Die Inhalte der folgenden Kurse befassen sich mit Umbruchsituationen und Revolutionen, sowie der deutschen Geschichte des 20. Jahrhundert, auch im internationalen Vergleich. Die aktuelle politische Situation in Europa macht eine intensive Beschäftigung mit ihrer Genese notwendig. 
 
Die Diskussion tagespolitischer Ereignisse in ihrer historischen Dimension wird in den Geschichtsunterricht einfließen und in unterschiedlichen Arbeitsformen wie z.B. Schülerplanspiele, Museumsbesuche und Projektarbeit ( Befragung von Zeitzeugen) begleiten. 
 
Der Geschichtsunterricht in der Oberstufe gehört zwar zu den Wahlfächern, es müssen jedoch mindestens zwei aufeinander folgende Kurse während der Qualifikationsphase (12. / 13. Schuljahr im G 9) oder (11. / 12. Schuljahr im G 8) belegt werden.
 
Wenn Sie die anschließenden Lehrpläne zur Sekundarstufe II herunterladen, ordnen Sie bitte die Pläne, die auf das Gymnasium nach neun Jahren zugeschnitten sind, je nach Ausbildungsdauer zu: im G 8 wird die Jahrgangstufe 11 zur Jahrgangsstufe 10 usw..