Evangelische Religionslehre

Das Verhältnis der Schülerinnen und Schüler zum Religionsunterricht hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gewandelt. So sind  beispielsweise biblische Texte heute nicht mehr selbstverständlich bekannt, dennoch haben Jugendliche ein hohes Interesse an existentiellen und religiösen Fragen.
 
Sie erwarten deshalb einen Religionsunterricht, der sich ihren Fragen widmet, der aber auch neue religiöse Phänomene aufzeigt und sich gemeinsam mit ihnen um Lösungsansätze bemüht.
 
Der Religionsunterricht konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit dem christlichen Glauben, berücksichtigt aber auch andere Religionen und Weltanschauungen und eröffnet in der dialogischen Auseinandersetzung die Möglichkeit zur Bildung eines eigenen und neuen Weltverstehens.
 
Ein besonderes Anliegen ist uns daher, unterrichtsbegleitend mit den Schülerinnen und Schülern katholische Gotteshäuser, Synagogen und Moscheen zu besuchen, um im Gespräch mit Andersgläubigen eigene Positionen zu hinterfragen und neu zu formulieren.
 
Unter Achtung der persönlichen Glaubensüberzeugung der Jugendlichen bleibt aber unverrückbarer Bezugspunkt im evangelischen Religionsunterricht das biblisch geprägte Verständnis Gottes und des Menschen.
 
Die Fachschaft Religion am Gymnasium Broich, die zurzeit aus zwei Lehrerinnen und zwei Lehrern besteht, legt großen Wert auf gelebte Ökumene. Deshalb finden Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen regelmäßig als ökumenische Sitzungen statt.
 
Auch die inzwischen zur Tradition gewordenen Gottesdienste, die zu besonderen Anlässen in der Schullaufbahn – Einschulung und Abitur – stattfinden, werden von beiden Fachschaften mit Schülern vorbereitet und  mit Unterstützung  evangelischer und katholischer Geistlicher gefeiert.
 
Unsere Arbeit soll dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler zu religiös gebildeten Menschen heranwachsen, die reflektiert, kritisch, selbstbestimmt und ethisch verantwortlich handeln.